Werbung die viral geht: Sadvertising heißt der neue Trend

Gute Werbung ist heute in vieler Augen diejenige, die viral geht und viele Shares und Likes bekommt. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen oft Emotionen ins Spiel. Ein neuer Trend, der auch unter dem Namen Sadvertising bekannt ist. Wohl jeder kennt den Clip „Puppy-Love“ von Budwiser, der ganz bewusst mit großen Emotionen spielt und dem Zuschauer die Tränen in die Augen treibt.

Lachen, Weinen oder Gänsehaut funktionieren heutzutage am besten, um beim potentiellen Kunden zu landen. Werbung soll heutzutage geliked und geteilt werden, damit sie ihre bestmögliche Wirkung erreichen kann und den Kunden im Gedächtnis bleibt.

Früher war es Humor, heute sind es Emotionen

Während von den Werbetreibenden lange Zeit das Augenmerk auf Humor gesetzt wurde und sie damit beschäftigt waren, positive Emotionen beim potentiellen Kunden zu wecken, um eine stärkere Verbindung zu ihm aufzubauen, wendete sich das Blatt in den letzten Jahren.

Content, der starke Emotionen weckt, wird viel häufiger geteilt und geliked, als Content mit reinen Fakten. Einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg ist die emotionale Intensität der Gefühle, die ein Video beim Betrachter hervorruft. Themen die Immer ziehen sind Kinder und Hunde, denn damit können sich die meisten Menschen identifizieren.

Werbung soll nicht unterbrechen, sondern interessant sein

YouTube bietet sehr viele Videos, die leicht viral gehen können. Es handelt sich um Content, bei dem man gar nicht anders kann, als ihn mit seinen Freunden zu teilen. Heutzutage ziehen Videos, die die Realität abbilden und emotionsgeladen sind, sehr gut.

Weiterhin ist Authentizität für schönen Content sehr wichtig. Das Ziel ist es Werbung zu machen die aussieht, als wäre es keine Werbung, sondern einfach Videos, die man ohnehin anschaut. Werbung soll keine unerwünschte Unterbrechung mehr sein, sondern unterhalten und Spaß machen.

Die meisten Kaufentscheidungen sind Bauchentscheidungen

Immer im Hinterkopf zu behalten ist auch, dass die meisten Kaufentscheidungen nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus getroffen werden. Bereits 2016 gab es eine Untersuchung von der Nielsen Company, die belegte, dass Werbeanzeigen mit hoher emotionaler Resonanz im EEG-Scan bis zu 23 Prozent höhere Verkaufsraten erzielen können.

Werbung muss den Kunden also im Herzen treffen, nicht im Kopf. Die Werbung sollte das Unterbewusstsein ansprechen und eine Geschichte erzählen. Storytelling ist ein Teil der menschlichen Natur. Das Weiterzählen von Geschichten schweißt zusammen. Guter Content ist nicht trocken und an Geschichten wird sich besser erinnert als an reine Information.

Natürlich gab es schon immer traurige Werbung, aber heute gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Werbung kann uns heute immer und überall erreichen, dank der Smartphones. Es gibt sozusagen ein Überangebot an Werbung. Viele Zuschauer sind bereits übersättigt und genervt, wenn es um bedeutungslose und nichtssagende Werbung geht. Inhalte müssen den Zuschauern also als sinnvoll erscheinen.

Tränendrüsen dürfen nicht überstrapaziert werden

Aber vorsichtig: Die Tränendrüsen dürfen nicht überstrapaziert werden. Wichtig ist, nicht mit allen Mitteln zu versuchen das Publikum zu Tränen zu rühren. Denn das wirkt unauthentisch.

Budwiser gab nach dem Erfolg seines Spots an, nicht die Intention gehabt zu haben, die Menschen zu Tränen zu rühren. Sie hätten nur die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählen wollen. Diese Aussage bringt dem Clip natürlich eine hohe Authentizität.

Große Emotionen helfen dabei, gute Werbung zu gestalten

Große Emotionen sind das Element der Überraschung und ein guter Ansatzpunkt, um gute Werbung zu gestalten, die viral gehen könnte. Das Werbemittel sollte aber immer zur Marke passen, denn das Verhalten sollte kongruent sein. Denn Werbung, die nicht echt wirkt, schafft es kaum in die Herzen der Zuschauer.

Es sollte also nicht das Ziel sein einem Trend zu folgen, um die witzigste oder traurigste Werbung zu kreieren, sondern es sollte vielmehr darum gehen eine ehrliche Geschichte zu erzählen, die zu Produkt und Marke passt und sich im Gedächtnis der Zuschauer verankert.

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